Zur Person

Elisabeth Löwenstein

Meine Ausbildung zur Mediatorin fasst zusammen und rahmt ein, was ich in meinem Leben bisher erlebt habe – immer war und bin ich im Dialog mit vielen Menschen unterschiedlichster Herkunft. Als jüngste von vier Geschwistern bin ich in München aufgewachsen und habe selber gemeinsam mit meinem Mann Felix zu Löwenstein, sechs Töchter aufgezogen. Kurz nach unserer Hochzeit haben wir unseren ersten Schritt ins Unbekannte, gewagt. Als Entwicklungshelfer für Misereor waren wir mit unseren zwei ältesten Töchtern für drei Jahre in Haiti. Nachdem dort unsere dritte Tochter geboren war, haben wir nach unserer Rückkehr gemeinsam den nächsten Schritt gemacht: Wir haben den elterlichen, landwirtschaftlichen Betrieb in Habitzheim, im vorderen Odenwald, übernommen und über Jahre hinweg mit verschiedenen Konstellationen von Helfern und Arbeitern um- und ausgebaut. 1993 haben wir die Landwirtschaft auf ökologischen Landbau umgestellt und zeitgleich das Hofgut Habitzheim zu einem Eventbetrieb erweitert.

Die Arbeit mit und für Behinderte liegt mir besonders am Herzen, deswegen leite ich seit 2001 den Malteser Lourdeskrankendienst der Erzdiözese Freiburg und war seit 2004 elf Mal im Dienst des Behindertenprojekts der Gemeinschaft junger Malteser im Libanon.

Seit 2005 genieße ich die intensive Zusammenarbeit mit jungen Menschen, wenn sie einmal im Jahr für eine Woche ihre Theaterproben des Projektes Libanon on stage der Gemeinschaft junger Malteser in Habitzheim durchführen.
Im Jahr 2014 haben wir den landwirtschaftlichen Betrieb an unsere Tochter Johanna und ihren Mann Robert übergeben, im Jahr darauf schließlich auch den Eventbetrieb. 2016 sind wir aus dem Gutshaus in eine neu errichtete Wohnung auf dem Hof gezogen. In dem gleichen Jahr habe ich meine Ausbildung zur Mediatorin gemäß des deutschen Mediatorengesetzes absolviert.
Einen Teil der klassischen Situationen, die ich auf meiner Webseite beschreibe, habe ich aus den verschiedensten Perspektiven selbst erlebt: die Übernahme- aber auch die Übergabe des Familienbetriebs, Familienkonflikte als Kind und Mutter aber auch die Arbeit in einem sozialen Umfeld mit freiwillig Engagierten in großen Gruppen mit herausfordernden Themen, um nur einen Teil zu nennen. Deswegen ist die Mischung aus Handwerk und Erfahrung eine, die mir immer wieder hilft, Konflikte gemeinsam zu lösen.